Systemischer Lupus erythematodes
Der Systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine seltene Autoimmunerkrankung und gehört zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Der Systemische Lupus erythematodes gehört zur Gruppe der Konnektivitiden (auch Kollagenosen genannt), ist also eine Bindegewebserkrankung.
Beim Lupus greift das Immunsystem das körpereigene Bindegewebe an und verursacht Entzündungen. Das Bindegewebe ist in 80% des Körpers zu finden. Es ist das Gewebe, das alle anderen Gewebearten im Körper verbindet, trennt und stützt.
Lupus ist eine seltene Krankheit
Jede 14. Person in der Schweiz leidet an einer seltenen Krankheit.
Zurzeit sind weltweit 7’000–8’000 seltene Krankheiten bekannt. Jede 14. Person in der Schweiz, also rund 580’000 Menschen, leiden an einer seltenen Krankheit! Eine dieser seltenen Krankheiten ist der Lupus, von dem in der Schweiz schätzungsweise 3’000 Personen betroffen sind (30−50 pro 100’000 Einwohner).
Einige Fakten über Lupus
- Ungefähr 90% der Betroffenen sind Frauen.
- Lupus verläuft chronisch, in unregelmässigen Schüben und bei jedem Betroffenen sehr individuell.
- Lupus ist weder psychosomatisch noch ansteckend noch direkt vererbbar.
- Lupus ist zurzeit nicht heilbar. Je nachdem, welche Organe betroffen sind, zeigt sich Lupus als leichte, schwere oder lebensbedrohliche Krankheit.
- Für die Betroffenen kann es belastend sein, dass Lupus im nahen Umfeld und in der Öffentlichkeit unbekannt und oft unsichtbar ist.
Das Schmetterlings-Erythem als typisches Symptom der Krankheit
Der Begriff «Lupus» leitet sich vom lateinischen Wort für «Wolf» ab.
Früher verglich man die Narben, die nach dem Abheilen des Hautausschlags im Gesicht (Schmetterlingserythem) verblieben, mit Narben von Wolfsbissen. Heute kommt es dank moderner Behandlungsmöglichkeiten nur noch selten zu derartigen Narben. «Erythematodes» bedeutet «gerötet», also rötlich-entzündet.
Erste, wichtige Informationen finden Sie in diesen Unterlagen.
