For­schung

Die Erfor­schung sel­te­ner Krank­hei­ten ver­bes­sert die The­ra­pie­stan­dards und die Lebens­qua­li­tät von Patient*innen.

Je mehr Men­schen an einer kli­ni­schen Stu­die teil­neh­men, des­to aus­sa­ge­kräf­ti­ger wird das Studienergebnis.

Ange­sichts der gerin­gen Anzahl Betrof­fe­ner, rund 3’000 in der Schweiz, steht die Erfor­schung die­ser Krank­hei­ten nicht im Fokus von Medi­zin und Pharmafirmen.

Die Schwei­ze­ri­sche SLE Kohortenstudie

Wird ein For­schungs­pro­jekt lan­ciert, ist es wich­tig, dass vie­le Betrof­fe­ne am Pro­jekt teilnehmen.

Die Schwei­ze­ri­sche Kohor­ten­stu­die für Sys­te­mi­schen Lupus ery­the­ma­to­des sam­melt lang­fris­tig die Labor­er­geb­nis­se von Patient*innen mit SLE mit deren Ein­ver­ständ­nis. Ziel ist es, den Ver­lauf von Lupus und die krank­heits­ver­ur­sa­chen­den Mecha­nis­men bes­ser zu verstehen.

Neben der Daten­samm­lung ohne akti­ve Betei­li­gung von Patient*innen gibt es auch soge­nann­te dop­pel­blin­de Stu­di­en, zum Bei­spiel eine Stu­die zur Wirk­sam­keit der Sub­stanz Upa­d­a­ci­t­in­ib. Die Hälf­te der Teil­neh­men­den wird mit der Sub­stanz Upa­d­a­ci­t­in­ib behan­delt. Die ande­re Hälf­te erhält ein Pla­ce­bo. Dop­pel­blind bedeu­tet, dass weder Patient*innen noch medi­zi­ni­sche Fach­per­so­nen wis­sen, wer die Sub­stanz und wer das Pla­ce­bo erhält. Alle Teil­neh­men­den wur­den vor­ab über die Stu­die infor­miert und haben eine Ein­wil­li­gungs­er­klä­rung unterschrieben.

Mit­glie­der fin­den einen aus­führ­li­chen Bericht zur SLE-Kohor­ten­stu­die im Maga­zin «lupus» 1/​2015 auf den Sei­ten 6 – 9.

Je grös­ser die Zahl der Teil­neh­men­den an kli­ni­schen Stu­di­en ist, des­to umfang­rei­cher und aus­sa­ge­kräf­ti­ger sind die Stu­di­en­ergeb­nis­se. So kön­nen immer wirk­sa­me­re Medi­ka­men­te gegen Lupus ent­wi­ckelt wer­den. Von die­sen Stu­di­en pro­fi­tie­ren letzt­lich alle Betroffenen.
lupus suis­se emp­fiehlt allen Lupus-Patient*innen, sich an der SLE-Kohor­ten­stu­die zu betei­li­gen. Spre­chen Sie Ihren/​Ihre Rheumatolog*in oder Immunolog*in dar­auf an.

ProR­a­ris als poli­ti­sche Vertretung 

Um öffent­lich und poli­tisch stär­ker wahr­ge­nom­men zu wer­den, haben sich die Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen von sel­te­nen Krank­hei­ten am 26. Juni 2010 im Ver­ein ProR­a­ris zusammengeschlossen.

lupus suis­se ist als Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­ti­on Mit­glied von ProR­a­ris Schweiz. Jedes Jahr orga­ni­siert ProR­a­ris Schweiz eine Tagung zum Inter­na­tio­na­len Tag der sel­te­nen Krankheiten.

 Die Mis­si­on von ProR­a­ris Schweiz:

  • die Stär­kung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Akteu­ren im Bereich der sel­te­nen Krankheiten
  • die Unter­stüt­zung der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on von Leis­tungs­er­brin­gern, Betrof­fe­nen und ande­ren Beteiligten
  • die Aner­ken­nung von Refe­renz­zen­tren und Zen­tren für sel­te­ne Krankheiten
  • die Aner­ken­nung von Regis­tern für sel­te­ne Krankheiten
  • die För­de­rung der inter­na­tio­na­len Anbin­dung in der Ver­sor­gung und in Referenznetzwerken
  • die Dis­kus­si­on der For­schung und der Ver­gü­tung von Leistungen
  • die Schaf­fung einer Ansprech­stel­le für Behörden

Quel­le: kosek

kosek – Natio­na­le Koor­di­na­ti­on sel­te­ne Krankheiten

Was ist kosek?

Die Natio­na­le Koor­di­na­ti­on Sel­te­ne Krank­hei­ten kosek ist eine Koor­di­na­ti­ons­platt­form für die Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on für Betrof­fe­ne von Sel­te­nen Krank­hei­ten. Zu die­sem Zweck führt die kosek Pro­jek­te mit den Akteu­ren der Gesund­heits­ver­sor­gung durch und bezieht dabei immer die Betrof­fe­nen über ihre Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen mit ein.

Bei kosek ste­hen fol­gen­de Auf­ga­ben im Vordergrund:

  • die Stär­kung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Akteu­ren im Bereich der sel­te­nen Krankheiten
  • die Unter­stüt­zung der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on von Leis­tungs­er­brin­gern, Betrof­fe­nen und ande­ren Beteiligten
  • die Aner­ken­nung von Refe­renz­zen­tren und Zen­tren für sel­te­ne Krankheiten
  • die Aner­ken­nung von Regis­tern für sel­te­ne Krankheiten
  • die För­de­rung der inter­na­tio­na­len Anbin­dung in der Ver­sor­gung und in Referenznetzwerken
  • die Dis­kus­si­on der For­schung und der Ver­gü­tung von Leistungen
  • die Schaf­fung einer Ansprech­stel­le für Behörden

Quel­le: ProR­a­ris – Alli­anz Sel­te­ner Kran­hei­ten Schweiz