Psy­chi­sche Gesundheit

Wie alle chro­ni­schen Krank­hei­ten, nimmt auch Lupus einen zen­tra­len Platz in Ihrem Leben ein.

Schmer­zen, Fati­gue, Unbe­re­chen­bar­keit der Krank­heit und die regel­mäs­si­ge Medi­ka­men­ten­ein­nah­me erschwe­ren den Alltag.

Die Sym­pto­me und der unvor­her­seh­ba­re, schub­ar­ti­ge Ver­lauf von Lupus stel­len eine gros­se Her­aus­for­de­rung dar und haben ein­schnei­den­de Aus­wir­kun­gen auf den All­tag: Auf die Rol­le als Mut­ter und als Part­ne­rin, auf die Rol­le als Fami­li­en­va­ter, auf die Lei­stungs­fä­hig­keit am Arbeits­platz, im Freun­des­kreis und bei sozia­len Aktivitäten. 

Sie erle­ben viel­leicht Ver­lu­ste: Sie sind kör­per­lich nicht mehr so fit, müs­sen auf Ihren Lieb­lings­sport ver­zich­ten oder kür­ze­re Wan­de­run­gen pla­nen; Ihre gros­sen Lebens­zie­le schei­nen plötz­lich nicht mehr erreich­bar; Ihre Kar­rie­re­pla­nung bekommt einen Knick; wich­ti­ge sozia­le Kon­tak­te ver­lau­fen im San­de; Ihre Finan­zen gera­ten in Schieflage.

Die­se Ver­lu­ste kön­nen Äng­ste, Trau­rig­keit und Hoff­nungs­lo­sig­keit auslösen. 

Eine chro­ni­sche Erkran­kung ist für Kör­per und See­le eine Herausforderung.

Anhal­ten­de Über­for­de­rung kann zu Depres­sio­nen führen

Über­for­de­rung – wie weiter?

Rund ein Drit­tel der Lupus-Betrof­fe­nen lei­den sehr unter ihrer bela­sten­den chro­ni­schen Erkran­kung. Anhal­ten­de Bela­stung kann zu dau­ern­der Über­for­de­rung füh­ren, bis hin zu Depres­sio­nen. Die Depres­si­on zeigt sich durch Stim­mungs­tief, ver­min­der­ten Antrieb, Freud­lo­sig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen oder ver­min­der­ten Appe­tit und Gewichtsveränderungen. 

Das Schwer­punkt­the­ma des Maga­zins «lupus» 2/​2020 ist: «Neue Hoff­nung schöp­fen!» Wir kön­nen Ihnen die­se Aus­ga­be sehr emp­feh­len. Es geht um den Umgang mit der unvor­her­seh­ba­ren Krank­heit Lupus, über Höhen und Tie­fen. Sie fin­den vor allem auch Tipps, wie Hoff­nung und Opti­mis­mus wie­der gefun­den wer­den können.

Eine fach­ärzt­li­che Behand­lung ist bei Depres­sio­nen angezeigt.

Psy­cho­the­ra­pie und, falls not­wen­gig Anti­de­pres­si­va, kön­nen wirk­sam sein.

Die bewuss­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Lupus, der als chro­ni­sche Krank­heit ein Bestand­teil des Lebens blei­ben wird, kann den Lei­dens­druck deut­lich redu­zie­ren und die Lebens­qua­li­tät lang­fri­stig stei­gern. Die chro­ni­sche Erkran­kung akzep­tie­ren, das Leben dar­auf ein­stel­len, das Umfeld infor­mie­ren und ein­be­zie­hen… all dies braucht Zeit! Gera­de in die­ser Zeit der Anpas­sung kann eine pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung not­wen­dig sein. 

Der Ein­be­zug der Ange­hö­ri­gen, die durch die Krank­heit eben­falls sehr betrof­fen sind, ist von zen­tra­ler Bedeutung!

Ach­tung: Erkun­di­gen Sie sich früh genug, denn die War­te­zei­ten bei Psy­cho­the­ra­peu­ten sind lang! Infor­mie­ren Sie sich auch über die Bedin­gun­gen für eine Kosten­über­nah­me durch Ihre Kran­ken­kas­se. Seit dem 1. Juli 2022 zahlt die Grund­ver­si­che­rung die Behand­lung durch Psy­cho­the­ra­peu­ten, wenn die The­ra­pie von einem Arzt oder einer Ärz­tin ange­ord­net wird. 

Was Ihnen gut tut

Holen Sie Hilfe

Lupus kann bela­stend sein. Es ist in Ord­nung, sich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zu holen.

lupus suis­se emp­fiehlt, spä­te­stens dann eine Fach­per­son zu kon­sul­tie­ren,  wenn Sie sich anhal­tend trau­rig, nie­der­ge­schla­gen, gereizt oder hoff­nungs­los fühlen. 

Erste Ansprech­per­son ist Ihr behan­deln­der Arzt. Er kann kann Ihnen eine Psy­cho­the­ra­pie ver­schrei­ben, die von der Kran­ken­kas­se (Grund­ver­si­che­rung) über­nom­men wird. Ach­ten Sie dar­auf, bei wel­chen The­ra­peu­ten für wel­che The­ra­pie und zu wel­chen Bedin­gun­gen die Kran­ken­kas­sen die Kosten übernimmt!

Wenn Sie akut Hil­fe brau­chen, per Tele­fon, Chat oder E‑mail mit jeman­dem in Kon­takt tre­ten wol­len, wen­den Sie sich an 143.ch – Die Dar­ge­bo­te­ne Hand