Schwangerschaft
EIne Schwangerschaft mit Lupus ist möglich.
Früher rieten Ärzt*innen von Schwangerschaften bei Personen mit Lupus ab. Heute ist Lupus kein Hinderungsgrund mehr. Eine geplante Schwangerschaft sollten Sie unbedingt mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Die Therapien müssen angepasst werden.
Einer Schwangerschaft steht aus medizinischer Sicht nichts im Wege, wenn mindestens 4 – 6 Monate vor der geplanten Empfängnis eine geringe Krankheitsaktivität vorliegt und keine schwerwiegenden Organschäden vorhanden sind. Ist lupus zum Zeitpunkt der Empfängnis stabil und ruhig, so sind die Risiken für Krankheitsschübe und für Schwangerschaftskomplikationen deutlich niedriger als bei hoher Krankheitsaktivität.
Mögliche Risiken
Die Schwangerschaft bei Lupus-Betroffenen ist eine Risikoschwangerschaft.
Während der Schwangerschaft
Grundsätzlich müssen Krankheits- und Schwangerschaftskontrollen an das individuelle Risiko der lupus Betroffenen angepasst werden.
Da es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, finden bei lupus Betroffenen Schwangerschaftskontrollen häufiger statt als bei Gesunden. Alle 4 – 6 Wochen sollte die lupus Aktivität kontrolliert werden, besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte.
Oft ist es notwendig, die Therapie vor der Empfängnis auf schwangerschaftsverträgliche Medikamente umzustellen. Keineswegs sollten aber alle Medikamente vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden.
Nach der Schwangerschaft
Wichtig für Lupus-Betroffene ist, dass sie gut informiert sind und durch ein interdisziplinär arbeitendes Fachteam betreut werden.
Oft kommt es nach der Schwangerschaft zu erhöhter lupus Aktivität. Deshalb begleiten Ärzt*innen lupus Patientinnen nach der Geburt meistens etwas engmaschiger.
Weiterführende Informationen
Über die Links Inselspital Bern und Rheumatologie & Immunologie finden Sie zusätzliche Informationen.
Lesenswert ist das Magazin von lupus suisse zum Thema „Kinderwunsch bei Frauen mit Lupus!“