Symptome
Welche Symptome treten häufig auf?
Oft beginnt es mit diffusen Gelenkschmerzen. Fast immer sind die Lupus-Betroffenen sehr müde und schnell erschöpft. Dies sind Symptome vieler Krankheiten und lassen nicht sofort an einen Lupus denken.
Die Schmerzen lassen die Ärzte bald eine entzündlich-rheumatische Erkrankung erahnen. Die Müdigkeit, in der Medizin Fatigue genannt, wird von Lupus-Betroffenen oft als das Symptom genannt, das sie am meisten einschränkt. Fatigue wurde in der Öffentlichkeit erst in den letzten Jahren richtig wahrgenommen; viele von Long Covid Betroffene leiden daran.
Zum Lupus gehören noch weitere Symptome: So kann leichtes Fieber auftreten, ein unerklärlicher Gewichtsverlust, Aphten im Mund, das Raynaud-Syndrome (weisse Finger bei Kälte), Sonnen- und Lichtempfindlichkeit, leichter Haarausfall, Schwellungen der Gelenke oder Lymphdrüsen.
Bei ca. 30% der Betroffenen tritt das typische Schmetterlingserythem im Gesicht auf.
Das Schmetterlingserythem. Es tritt bei ca. 30% der Betroffenen auf.
Das Schmetterlingserythem kann durch Sonnenlicht (UV-Strahlung) ausgelöst oder verschlimmert werden. Es kann auch ein Symptom des kutanen Lupus erythematodes (CLE) sein.
Die Lupus-Symptome sind bei jeder Person sehr verschieden und treten in unterschiedlicher Intensität auf. Meistens beginnen sie schleichend. Gerade wenn bei einer Patientin oder einem Patienten das typische Schmetterlingserythem nicht auftritt, denken Ärztinnen und Ärzte lange nicht an den SLE. Die Diagnose wird im Durchschnitt erst nach 3–5 Jahren gestellt, es kann aber auch viel länger dauern.
Einige Lupus-Betroffene sind plötzlich sonnen- oder kälteempfindlich. Oder sie entwickeln neue Allergien und Unverträglichkeiten.
Ernst zu nehmen sind Symptome, die auf die Beteiligung wichtiger Organe hinweisen können:
- Brustschmerzen (Herz)
- Protein im Urin (Nieren)
- Atemnot (Lunge)
- Krampfanfälle (zentrales Nervensystem)
Es kommt nicht bei allen Betroffenen zu einer Organbeteiligung. Ausserdem überprüfen die Fachärzte die wichtigsten Werte (Blut, Urin) regelmässig, meistens alle sechs Monate, manchmal auch nur ein Mal jährlich, wenn die Werte langfristig stabil bleiben.
Es können verschiedene Organe oder Körperregionen von der Krankheit betroffen sein. Die Tabelle zeigt, welche Organe wie häufig von der Krankheit in Mitleidenschaft gezogen werden:
Betroffene Organe / Körperregion | hoch | mittel | gering | selten |
|---|---|---|---|---|
Müdigkeit, Leistungsfähigkeit usw. | ||||
Haut | ||||
Nervensystem | ||||
Augen | ||||
Bewegungsapparat | ||||
Lunge | ||||
Herz | ||||
Niere | ||||
Verdauungstrakt | ||||
Blut | ||||
Lymphsystem | ||||
Fortpflanzungsorgane |
